/* Google Schriftfont */ Eine kleine Prise Anna: Das perfekte Urlaubsfinale - Ein Tag am Pool und am Abend Pistazientörtchen mit flüssigem Kern

Samstag, 15. Juli 2017

Das perfekte Urlaubsfinale - Ein Tag am Pool und am Abend Pistazientörtchen mit flüssigem Kern

Pistazientörtchen mit flüssigem Kern

Der letzte Tag unseres wunderbaren Urlaubs war angebrochen. Das Wetter war wie geschaffen für entspannte Stunden am Pool. Es kostete schon ein bisschen Überwindung in das für Mai doch noch recht kühle Nass zu springen. Aber die Erfrischung war herrlich und wenn man sich erst mal an die Wassertemperatur gewöhnt hatte, wollte man gar nicht mehr raus. Und mal ehrlich ... wem würde es nicht gefallen, schwimmend im Pool einen Drink serviert zu bekommen?


Die vorherigen Reiseberichte könnt ihr nachlesen unter:

Eine tolle Woche lag hinter uns. Wir hatten einiges unternommen und viele schöne Eindrücke mitgenommen. Dieser letzte Tag war nun ganz der Erholung gewidmet und unser Areal um das Ferienhäuschen bot sich dafür einfach wunderbar an. Man konnte mit der Kamera die Umgebung erkunden und es machte Spaß, die Bilder einzufangen, die sich entlang der Weinreben und zwischen den Olivenbäumen boten. 

Collage Umgebung Ferienhaus Pieve a Presciano
Überall blühte der Mohn und viele andere wilde Blumen. Die Natur war einfach wunderschön anzuschauen. Wilde Feigenbäumchen wuchsen an den Wegrändern - was muss das für ein Fest sein, wenn man zu späterer Jahreszeit beim Spaziergang diese herrlichen Früchte einfach pflücken und naschen kann. Vor unserem Haus stand ein großer Maulbeerbaum mit unendlich vielen Früchten, die aber auch noch nicht reif waren. Jeden Tag besuchten uns zwei niedliche Katzen, die zwar immer ganz nah herankamen und sich ein sonniges Plätzchen zum Pausieren suchten, sich aber leider nicht streicheln ließen.

Und dann war da dieser fantastische Pool, den wir ganz für uns alleine hatten. Es brauchte zwar ein paar Minuten und einige Aufjauchzer ob der erfrischenden Wassertemperatur, bis wir richtig eintauchten, aber danach war man stolz, sich überwunden zu haben. Und es tat echt gut, ein paar Bahnen zu schwimmen, denn dafür war der Pool wirklich groß genug. Meine Freundin und ich ließen es uns dann bei ein paar Drinks am Beckenrand gut gehen und genossen die absolut relaxte Zeit.

Collage Ferienhaus mit Pool Pieve a Presciano Nach diesem schönen Nachmittag mussten wir so langsam ans Kofferpacken denken, aber keiner hatte so richtig Lust, diese Aufgabe anzugehen. Viel eher war uns danach, uns ein bisschen aufzuhübschen und in den Ort zu gehen, um uns kulinarisch noch mal ein wenig verwöhnen zu lassen.

Beim Vorbeifahren hatten wir die Tage vorher im Ort ein weiteres Restaurant gesehen, dass wir besuchen wollten. Unsere Erwartungen waren nicht groß, wir hofften einfach auf ein nettes Ambiente mit regional gutem Essen. Also machten wir uns auf den Weg, um das Ristorante Perbacco auszuprobieren.

Ristorante Perbacco Hier hatten wir nicht reserviert und waren gespannt, ob es ein Plätzchen für uns gab. Da wir aber schon am frühen Abend dort eintrafen, hatten wir Glück und bekamen einen schönen Tisch. Uns war in unserer Urlaubswoche aufgefallen, dass die Italiener immer erst etwas später Essen gehen und das war unser Vorteil, denn innerhalb kürzester Zeit füllte sich das Lokal doch merklich.

Schon bei der Getränkebestellung gab es das erste Highlight. Während mein Schatz ein antialkoholisches Getränk bevorzugte und meine Freundin Wein trinken wollte, hatten ihr Mann und ich Lust auf ein Bier. Nun war ja klar, dass wir eigentlich in einer Weingegend urlaubten und darum war es um so interessanter zu sehen, was uns für ein Bier erwartete. Der nette Kellner bat unseren Freund mit ihm zu kommen ... er sollte direkt am Tresen wählen. Bier vom Fass gab es nicht - das schien dort wohl nicht so gut zu laufen. Nach seiner Rückkehr erwähnte er, dass wir wohl eine recht große Flasche bekämen.

Und die Flasche war groß - als Bier hatte ich noch nie eine 0,75 l Flasche gesehen. Sie wurde richtig stilvoll kredenzt ... mit einem extra Ständer zur Kühlung. Ich fand's genial und hatte das Gefühl Champagner serviert zu bekommen.

Toskana Bier TheresianerDas Bier schmeckte fantastisch und war auf den Punkt gekühlt. Mit dem Kühlständer war sichergestellt, dass auch die nächsten Gläser aus der Flasche gut temperiert sein würden. Ich habe im Nachhin einmal recherchiert, wo das Bier ursprünglich herkommt und musste schmunzeln, dass es sich gar nicht um ein italienisches Bier handelte - was grundsätzlich auch der Name schon vermuten lies. Das Bier ist in einem Auszug aus der Website von theresianer.com - und das soll keine Schleichwerbung sein - so schön beschrieben, dass ich es mir nicht verkneifen kann, den Text hier zu zitieren: "Jedes Mal, wenn man den erlesenen Geschmack des Bieres genießt, kehrt man unweigerlich dorthin zurück: in das tschechische Städtchen Pilsen, unweit von Bayern, wo es beheimatet ist [...] es ist so einmalig und berauscht mit seinem ausgewogenen, entschlossenen Duft, der keinen Raum für sonstiges lässt, die Sinne." Ich kann das bestätigen - wir waren angenehm berauscht ;-)

Ebenso köstlich ging es dann weiter, als wir unsere Vorspeise bekamen und auch die Hauptgerichte ließen keine Wünsche offen. Wir hätten uns für unseren letzten Abend in der Toskana keine angenehmere Location ausmalen können, aber die Krönung kam dann mit dem Dessert. Jeder von uns wählte eine andere Süßspeise und so konnten wir von mehreren Köstlichkeiten probieren.


Besonders angetan hatte es uns das noch warme Pistazientörtchen mit seinem flüssigen Kern. Angerichtet mit einer weißen Schokoladenmousse und einer Erdbeere war es schon ein Augenschmaus. Geschmacklich war das Küchlein eine kleine Explosion im Mund mit seinem herrlich cremig flüssigem Inneren. Leider war das leckere Etwas viel zu schnell verspeist, aber die Erinnerung blieb.

Pistazienküchlein Perbacco Pieve a Presiciano Auch diese Speise war ein Experiment, das wir zu Hause in die Tat umsetzen wollten. Wieder ergab die Recherche im Netz kein befriedigendes Ergebnis, also mussten wir erneut proben und uns dem Ziel annähern. Erst dachten wir, es wäre ein Küchlein, was mit Pistaziencreme gefüllt wäre. Aber auf diesem Weg kamen wir überhaupt nicht vorwärts. Dann stellten wir eine Mischung her, die aus einem Teig mit Pistazien bestand und den wir einfach nicht durchbacken ließen, um den flüssigen Kern zu erreichen. Und bei diesem Versuch waren wir auf der richtigen Fährte. Jetzt kam es nur noch darauf an, die perfekte Zeit herauszufinden, in der der Kern noch flüssig blieb. 16 Küchlein wurden gebacken und im Minutenabstand aus dem Ofen genommen. Dann hatten wir endlich die richtige Konsistenz - ein warmes Küchlein, aus dem die leckere Pistazienfüllung noch ein wenig herauslief ... Bingo.

Pistazienküchlein it flüssigen KernIn unserer Euphorie und weil die Küchlein ja auch schnell gefuttert werden wollten, haben ich es nicht geschafft, mehrere Bilder zu machen. Unsere Variante mag vielleicht nicht die gleiche Form haben, wie das Exemplar im Perbacco, aber geschmacklich können wir es uns nicht besser vorstellen. Mission possible!

Für die ultimative Geschmackskombination müsste man sich jetzt noch eine weiße Schokoladenmousse zubereiten und das Ganze dann mit Erdbeeren garnieren ... Ecco - fantastico!


https://drive.google.com/open?id=0B5FxcDCnbTTNX1hsb1hya3h1ZDg
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Zurück am Ferienhäuschen war uns so überhaupt nicht nach Abreisestimmung. Außerdem hatten wir noch Wein vorrätig und die Flaschen wieder mit nach Deutschland zurücknehmen fanden wir äußerst unhöflich. Der Abend war so schön lau und so ergab es sich, dass wir den längsten Abend der Woche an unserem Abreisetag auf unserer Terrasse verbrachten. Koffer hatte bis dahin noch keiner gepackt und um 3 Uhr nachts hatte auch keiner mehr das Bestreben danach. Blöd nur, dass wir am nächsten Tag unser Domizil bis 10 Uhr geräumt haben mussten. So war der Morgen dann doch etwas hecktisch und ich beneidete unseren Fahrer für die Rücktour nicht wirklich.




Trotzdem starteten wir unsere Rückreise mit guter Stimmung und schönen Erinnerungen an die vergangene Woche. Wenn du mit guten Freunden in den Urlaub fährst, dann ist es nicht immer selbstverständlich, dass du mit derselben angenehmen Stimmung nach Hause fährst, wie du gestartet bist. Wir hatten einen wunderschönen Urlaub und ich möchte an dieser Stelle Danke sagen an meine beiden besten Freunde, die diese Urlaubswoche so unvergesslich gemacht haben. 

Berge Während die Hinreise nach meinem Empfinden schnell verflog, zog sich die Rückreise doch wie Kaugummi. Wie ein kleines Kind war mir dauernd danach zu fragen, wie lange es noch dauert. Unser stündlicher Spruch lautete dann - nur noch 5 Minuten. Sehr lange fünf Minuten vergingen, bis wir unser Etappenziel erreichten - eine nächtliche Pause im Allgäu. Die Unterkunft war zweckmäßig aber akzeptabel. Die abendliche Verköstigung im naheliegenden Landhotel Hirsch in Kempten dagegen oberirdisch. Bedient wurden wir so überaus herzlich von einem österreichischen Keller mit italienischer Abstammung, als würden wir täglich dort einkehren. Das Tagesgericht waren Ochsenbäckchen wie ich sie noch nie gegessen hatte - ein Gedicht. 

Collage Landhotel Hirsch im AllgäuIch muss jetzt nicht erwähnen, dass während unseres Urlaubs kleine Wesen unsere Kleidung nachts enger genäht haben, oder? Egal, das war es wert und ich blicke zurück auf eine schöne Zeit, die ich mit nichts eintauschen möchte.




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